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Weiter geht’s mit Rücktritt

Cruiser und Chopper machen sich breit

Tadeusz Szewczyk schreibt seit Ende 2008 für den Bike-Blog. Um zu arbeiten, fährt er manchmal in seinen Garten nach Berlin-Treptow – natürlich mit dem Fahrrad und zwar ganz gemächlich mit seinem Beach-Cruiser.

Keine Hektik mehr

"Früher bin ich Rennrad gefahren. Da hatte ich an der Ampel immer das Gefühl, ich müsste mir etwas beweisen und bin durch die Stadt gerast", sagt der 36-Jährige. Seit ihm seine Frau einen Cruiser zum Geburtstag geschenkt hat – und natürlich einen verkehrstauglichen – hat sich sein Fahrgefühl grundlegend geändert. "Cruiser ist ein Fahrrad, mit dem man das Leben genießt", sagt Szewczyk.

Mehr Sessel als Sattel

Beach-Cruiser, Chopper, Low-Rider, Stretch-Cruiser sind Fahrräder, die auffallen. Denn teilweise erinnert ihre Form an Motorräder von Harley-Davidson. Sie sind das Gegenteil von aerodynamisch und schnell und der Gegentrend zu den "Fixies" (Hallen-Rennrädern). Also sind Cruiser und Chopper eher etwas für Unsportliche und Möchtegern-Motorradfahrer?

Durch die City düsen

"Das ist ein Vorurteil, weil die wenigsten wissen, dass Harley-Davidson selbst um 1905 das erste Cruiser-Bike mit einem kleinen Motor gebaut hat", erzählt Blogger Szewczyk. Die Amerikaner kamen in den 90er-Jahren als erste wieder auf den Geschmack. Um zu cruisen, muss es nicht California Beach sein. Cruisen lässt sich auch durch die Stadt, zum Beispiel durch Berlin oder München, wo es Beach-Cruiser inzwischen auch beim Fahrradverleiher gibt.